Die Zucht und Aufzucht von Havanesern stellt eine besondere Herausforderung dar, da diese Rasse nicht nur über spezifische körperliche Eigenschaften verfügt, sondern vor allem ein komplexes, soziales Wesen besitzt, das tief in die menschliche Familie integriert sein möchte. Bei der Betrachtung der Züchterpraxis von Walburga Dankelmann wird deutlich, dass der Erfolg in der Zucht eines gesunden, charakterstarken Havanesers nicht allein in der genetischen Auswahl liegt, sondern in der Art und Weise, wie die Welpen in ihrer kritischen Entwicklungsphase begleitet werden. Der folgende Artikel analysiert fundiert die Zuchtpraxis, das Rasseportrait des Havanesers sowie die entscheidenden Faktoren für eine gelungene Aufzucht, basierend auf den etablierten Methoden der Züchterin Dankelmann und allgemeinen rassetypischen Merkmalen.
Geschichtlicher Hintergrund und Rasseidentität
Um die heutige Zuchtpraxis zu verstehen, ist ein Blick in die Vergangenheit der Rasse unverzichtbar. Die Ursprungsregion des Havanesers wird traditionell dem westlichen Mittelmeerraum, insbesondere Spanien oder Italien, zugeordnet. Durch Seefahrer gelangten diese Hunde nach Kuba, wo sie sich als eigenständige Rasse weiterentwickelten und ihren Namen von der kubanischen Hauptstadt Havanna ableiteten. Später, nachdem die Hunde von Kuba in die USA gelangten, begann dort eine gezielte Züchtung. Historisch diente der Havaneser in erster Linie als Begleithund der oberen Gesellschaftsschichten, wurde jedoch vereinzelt auch zur Rattenjagd eingesetzt.
Heute ist der Havaneser ein hochgeachteter Familienhund. Er gehört laut FCI-Klassifikation zur Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 1 (Bichons und verwandte Rassen). Die körperlichen Daten sind präzise definiert: Die Schulterhöhe beträgt für Rüden und Hündinnen 23 bis 27 Zentimeter. Die Farbpalette der Rasse ist vielfältig und umfasst falbfarben, schwarz, havannabraun, tabakfarben, rötlich-braun, gescheckt und selten reinweiß.
Trotz seiner geringen Größe ist der Havaneser kein reiner Schoßhund, sondern ein leistungsfähiges Wesen. Er liebt Urlaub am Meer mit Sandstränden, geht gerne spazieren, wandern und schwimmen. Seine Neugier und Intelligenz bringen neuen Schwung in den Alltag. Ein wesentlicher Aspekt ist seine Fähigkeit, Besucher frühzeitig anzukündigen und gebührend zu begrüßen, was auf den Charakter eines Wach- und Hütehundes zurückzuführen ist. Gleichzeitig zeigt er gegenüber fremden Menschen und Hunden keine Berührungsängste, was ihn zum idealen Familienhund macht, der auch mit kleineren Kindern problemlos spielen kann.
Die Zuchtpraxis von Walburga Dankelmann
Die Zucht von Walburga Dankelmann ist ein Paradebeispiel für eine verantwortungsvolle, tiergerechte Aufzucht. Seit dem Jahr 2003 züchtet sie Havaneser, nachdem sie bereits zuvor mit Bobtail-Würfen erste Erfahrungen gesammelt hatte. Der erste Havaneser-Welpe, die süße kleine Chicca, wurde 2000 aufgenommen, was den Beginn einer langen Verbindung zur Rasse markiert.
Das Zuchtziel ist klar definiert: Es geht um die Zucht gesunder, aufgeschlossener, selbstbewusster und verschmuster Havaneser. Dieses Ziel wird durch eine spezifische Haltungsumgebung erreicht. Unsere Welpen erblicken in einer liebevollen Umgebung das Licht der Welt und wachsen in einer harmonischen, familiären Atmosphäre auf. Dies steht im scharfen Kontrast zur Zwingerhaltung, die für keinen Hund empfehlenswert ist und sich negativ auf die Psyche auswirkt. Bei dieser Zucht ist jeder Hund ein vollwertiges Familienmitglied, das im Wohnbereich lebt und den großen Garten nutzen kann.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die frühe Sozialisation. Von Anfang an sind die Welpen dem Umgang mit anderen Hunden und Menschen gewöhnt. Sie kennen keine Angst, toben und spielen bis zur Erschöpfung, wonach sie dann hundemüde sind und wieder eine Schlafphase einlegen. Ein gut sozialisierter Welpe wächst inmitten der Familie auf. Mit viel Kontakt zum Menschen und den anderen Rudelmitgliedern, wozu auch viel Auslauf gehört, entwickelt sich das volle Potenzial des Tieres.
Die Zucht ist nach §11 des Tierschutzgesetzes vom zuständigen Veterinäramt abgenommen und genehmigt. Dies unterstreicht die Einhaltung aller gesetzlichen und ethischen Richtlinien. Die Hunde leben bei Walburga Dankelmann in Hennef Sieg in der Nähe von Köln/Bonn in Nordrhein-Westfalen.
Der Zuchtplan: Von der Trächtigkeit bis zur Abgabe
Die Qualität eines Welpen beginnt lange vor seiner Geburt. Für Hündin und Welpen ist hochwertiges Futter sehr wichtig. Es trägt zur optimalen Entwicklung und gesunden Wachstum bei. Dies gilt bereits während der Trächtigkeit und Laktation. Nur wenn die Elterntiere sich in einer gesundheitlich guten Verfassung befinden und alle zuchtrelevanten Untersuchungen absolviert haben, werden sie eingesetzt. Diese Untersuchungen haben nur dann Relevanz, wenn sie ausschließlich bei Fachärzten durchgeführt werden, die eine entsprechende Zulassung und Fachkenntnisse zur Rasse besitzen.
Die Hygiene und Sauberkeit der Wurfstätte ist extrem wichtig, da Keime die Entwicklung der Welpen später stark hemmen können. Im schlimmsten Fall kann ein ganzer Wurf sterben. Die Welpen wachsen also in einem sterilen und sicheren Umfeld, was die Überlebensrate und die spätere Gesundheit sichert.
Bei der Abgabe sind die Welpen bereits voll vorbereitet. Sie sind geimpft, gechipt und entwurmt. Jeder Welpe erhält eine Ahnentafel vom VDH-VK-FCI (Verband Deutscher Kleinhunde im VDH-FCI) sowie einen EU-Impfpass. Dies garantiert die Herkunft und die gesundheitliche Sicherheit des Tieres.
Darüber hinaus werden die Käufer ausführlich über die Havaneserhaltung und Pflege informiert. Sie bekommen ein Starterpaket, welches einen Fressnapf, ein Welpenhalsband mit Leine, Futter für ca. eine Woche und eine Barwuschel-Informationsmappe enthält. Dieses Paket dient als Brücke zwischen der Zucht und dem neuen Zuhause und sichert den sanften Übergang.
Charakteranalyse und Haltungsempfehlungen
Der Havaneser zeichnet sich durch ein ruhiges und freundliches Wesen aus. Er ist kinderlieb und geduldig. Durch seine Aufgewecktheit bringt er neuen Schwung in den Alltag. Er liebt die Nähe von Menschen und möchte immerzu gestreichelt werden. Mit dem Charakter eines Wach- und Hütehundes kündigt er Besucher frühzeitig an, welche dann auch gebührend begrüßt werden. Diese Eigenschaften machen ihn zum idealen Familienhund.
Ein gut sozialisieter Welpe wird zu einem verschmusten und verspielten Wesen. Er liebt Urlaub am Meer mit Sandstränden, geht gerne spazieren, wandern, schwimmen und spielt liebend gerne mit Kindern im Freien. Der Havaneser ist ein treuer Begleiter, der auch gegenüber fremden Menschen und Hunden keine Berührungsängste zeigt.
In der Wohnung kommt der Havaneser gut zurecht. Doch auch ein kleiner Begleithund braucht ausreichend Auslaufmöglichkeiten in der Umgebung seines Zuhauses, damit er sich austoben kann. Als Zweithund eignet er sich hervorragend, wenn er entsprechend sozialisiert und erzogen wird. Er kommt auch mit anderen Tieren im Haushalt gut zurecht.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Charakter | Ruhig, freundlich, verspielt, intelligent, lernfähig, kindergelassen, wachsam |
| Größe | 23 bis 27 cm (Rüden und Hündinnen) |
| Farben | Falb, Schwarz, Havannabraun, Tabakbraun, Rotbraun, Gescheckt, selten Reinweiß |
| Einsatz | Begleithund, Familienhund, Wachhund, früher auch zur Rattenjagd |
| Lebenserwartung | Langlebig, ideal für Senioren und Familien mit Kindern |
| Sozialisation | Früh mit Menschen und anderen Hunden; keine Angst vor Fremden |
Die Bedeutung der familiären Integration
Ein entscheidender Unterschied zwischen einer seriösen Zucht und einer rein kommerziellen Haltung ist der Grad der Integration in den menschlichen Lebensraum. Bei Walburga Dankelmann leben die Hunde im Haus und sind der Mittelpunkt der Familie. Sie überraschen immer wieder mit neuen Späßen und schauspielerischen Fähigkeiten. Dies fördert die Bindung und das Vertrauen zwischen Mensch und Tier.
Der Havaneser liebt die Nähe von Menschen und möchte immerzu gestreichelt werden. Diese Eigenschaft macht ihn zum perfekten Begleiter für Senioren, welche immer sehr viel Freude mit ihm haben. Doch er ist kein passives Tier. Er ist neugierig, intelligent und verspielt. Durch seine Aufgewecktheit bringt er neuen Schwung in den Alltag.
Die Aufzucht in einer familiären Umgebung hat weitreichende Auswirkungen auf das Verhalten des Erwachsenen. Welpen, die in einer harmonischen, familiären Atmosphäre aufwachsen, kennen keine Angst. Sie toben und spielen bis zur Erschöpfung, wonach sie dann hundemüde sind und wieder eine Schlafphase einlegen. Diese natürlichen Verhaltmustern sind entscheidend für die spätere Erziehung.
Eine wichtige Voraussetzung für das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier ist schon bei den Havaneser-Welpen eine liebevolle Erziehung. Ein gut sozialisierter Welpe wächst inmitten der Familie auf. Mit viel Kontakt zum Mensch und den anderen Rudelmitgliedern, wozu auch viel Auslauf gehört, entwickelt sich ein ausgeglichener Charakter.
Gesundheitsvorsorge und Ernährung
Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle in der Zucht und Aufzucht. Für Hündin und Welpen ist hochwertiges Futter sehr wichtig. Es trägt zur optimalen Entwicklung und gesundes Wachstum bei. Das gilt auch schon während der Trächtigkeit und Laktation. Ein Mangel an Nährstoffen kann zu Entwicklungsstörungen führen, weshalb die Ernährungsgewohnheiten streng überwacht werden müssen.
Auch die medizinische Vorsorge ist zentral. Unsere Welpen sind bei Abgabe geimpft, gechipt und entwurmt. Dies stellt sicher, dass der Welpe in ein neues Zuhause kommt, der bereits einen hohen Schutz vor Infektionen genießt. Zusätzlich erhält jeder Welpe eine Ahnentafel vom VDH-VK-FCI und einen EU-Impfpass. Diese Dokumente sind der Nachweis der legalen und gesunden Abstammung.
Die Hygiene der Wurfstätte ist ein weiterer kritischer Punkt. Keime können die Entwicklung der Welpen stark hemmen. Im schlimmsten Fall stirbt der ganze Wurf. Daher ist eine makellose Sauberkeit in der Aufzuchtphase unerlässlich.
Der Lebensweg einer Zuchtlinie
Die Zuchtlinie der Familie Dankelmann ist ein Beispiel für kontinuierlichen Erfolg. Nachdem erste Zuchterfahrungen mit Bobtails gemacht wurden, folgte 2000 die Annahme von Chicca, dem ersten Havaneser. Im zweiten Wurf von Chicca kam Elly am 11.06.2005 zur Welt. Elly wurde VDH-Jugendchampion und wurde die zweite Zuchthündin.
Seit 2010 bringt Lieselotte, Tochter von Elly, frischen Wind in das Rudel. Auch sie wurde vom VDH als Jugendchampion ausgezeichnet. Als nächstes wurde 2013 die bezaubernde Maggy, als Welpe von Lotte, ins Herz geschlossen. Maggy wurde 2015 Deutscher Champion (VDH).
Diese Linien zeigen, dass eine gute Zucht auf einer klaren Linie basiert, die über Generationen hinweg durchgehalten wird. Die Hunde leben bei uns im Haus und sind der Mittelpunkt der Familie. Sie überraschen immer wieder mit neuen Späßen und schauspielerischen Fähigkeiten.
Fazit
Die Zucht und Aufzucht des Havanesers durch Walburga Dankelmann demonstriert, wie sich genetische Qualität mit einer liebevollen, familiären Erziehung vereinen lässt. Der Havaneser ist nicht nur ein dekorativer Begleithund, sondern ein leistungsfähiges, soziales Wesen, das in der Lage ist, als Wachhund zu fungieren, mit Kindern zu spielen und als treuer Freund für Senioren zu dienen.
Die Kernbotschaft liegt in der Integration: Welpen müssen in einer familiären Umgebung aufwachsen, mit viel Kontakt zu Menschen und anderen Tieren, um ihr volles Potenzial entfalten zu können. Die Einhaltung aller gesundheitlichen Standards – Impfungen, Chippen, Entwürmung sowie die Dokumentation durch VDH-FCI-Dokumente – sichert die Qualität.
Für jeden potenziellen Besitzer ist es essenziell zu verstehen, dass der Havaneser, trotz seiner kleinen Größe, einen hohen Auslastungsbedarf hat. Er braucht ausreichend Auslauf, um seine Energie abzustoßen. Wer einen Havaneser aus einer seriösen Zucht erwirbt, erhält mehr als nur ein Tier; er bekommt einen Teil der Familie, der durch seine Aufgewecktheit und sein verspieltes Wesen den Alltag bereichert.