Der Wäller, eine seltene Hunderasse, die aus der Kreuzung von Petit-Basset-Griffon-Vendéen und anderen Rassen hervorgegangen ist, stellt eine besondere Herausforderung und einen einzigartigen Wert für Liebhaber kleiner Jagdhunde dar. Die Zucht dieser Rasse in Deutschland wird durch ein eng verbundenes Netzwerk von Züchtern und Vereinigungen gesichert, die sich der Erhaltung dieser ursprünglichen Hunderasse verschrieben haben. Im Herzen dieses Netzwerks steht der 1. Wäller-Club Deutschland e.V., der als erste und ursprüngliche Organisation für die Zucht in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Beneluxländern fungiert. Gegründet im Sommer 1995, überwacht dieser gemeinnützige Verein strikt die Einhaltung hoher Standards, die auf Erkenntnissen der modernen Populationsgenetik basieren. Das Ziel ist es, die Qualität und Sorgfalt in der Rassehundezucht durch eine zentrale Zuchtwarte zu gewährleisten, damit Interessenten sich auf optimale Voraussetzungen für ihren Wäller-Welpen verlassen können.
Die Geschichte der Wällerzucht in Deutschland ist eng mit der Entwicklung der Zuchtstätten und der Arbeit einzelner Züchter verknüpft, die seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit im Wällerclub leisten. Ein Beispiel hierfür ist Claudia Niehaus von der Zuchtstätte „Villa Kunterbunt", die seit fast 26 Jahren als beständige, zuverlässige und erfahrene Züchterin tätig ist. Sie hat unzählige Welpen in Familien entlassen und trägt maßgeblich zur Erhaltung der Rasse bei. Ähnlich alt ist die Zuchtgeschichte der Zuchtstätte „Wäller vom Albtrauf", die 2005 mit dem Rüden Sam begann und 2012 den Verein „Wäller Freunde Deutschland e.V." gründete. Diese Zuchtstätten arbeiten eng zusammen und bilden ein Sicherheitsnetz für die zukünftigen Besitzer.
Die Wällerzucht zielt darauf ab, einen leicht erziehbaren Familienhund zu züchten, wobei jedoch klare Unterscheidungen zwischen Sporthunden und reinen Familienhunden gemacht werden. Ein Wäller ist ein aktiver, beweglicher, ausdauernder und lebhafter Hund. Im Haushalt bewegt er sich sehr ruhig und angenehm, solange er nicht nur auf das einfache Gassigehen beschränkt bleibt. Durch sein lernfreudiges Wesen ist er relativ leicht zu erziehen. Geistig und körperlich bewegt er sich auf sehr hohem Niveau, was ihn für jegliche Sportarten mit Hund eignet. Fremden gegenüber zeigt er sich manchmal etwas zurückhaltend, jedoch nicht ängstlich. Diese Eigenschaften machen ihn zum idealen Begleiter für verschiedene Lebensentwürfe, sei es als aktiver Sportpartner oder als sanfter Spielkamerad für Familien mit Kindern.
Ein wesentlicher Aspekt der modernen Wällerzucht ist die enge Vernetzung der Züchter. Die Liste der aktiven Zuchtstätten reicht von „Wäller von den Wolkentauchern" über „Wäller vom Mount Palis" bis hin zu Züchtern in der Schweiz wie Familie Eichenberger. Diese Züchter arbeiten oft in Zusammenarbeit mit dem IHR e.V. oder anderen Verbänden, um die genetische Gesundheit und den Rassestandard zu sichern. Die Transparenz ist dabei ein Schlüsselwort: Der 1. Wäller-Club Deutschland e.V. möchte transparent und offen über die Rasse informieren und stellt seine Mitglieder durch Seminare und Treffen zusammen.
Die Rolle der Zuchtvereine und das Netzwerk der Züchter
Die Struktur der Wällerzucht in Deutschland ist stark durch den 1. Wäller-Club Deutschland e.V. geprägt. Als erster und Original-Zuchtverein für die Rasse in DACH-Ländern und den Beneluxländern fungiert dieser Verein als zentrale Instanz. Die Gründung im Sommer 1995 markiert den Beginn einer organisierten und überwachenden Zuchtarbeit. Der Verein betreibt eine Zuchtwarte, die die Einhaltung der hohen Standards des Original-Zuchtprogramms überwacht. Dieses Programm stützt sich auf Erkenntnisse der modernen Populationsgenetik, was besonders bei einer seltenen Rasse wie dem Wäller von entscheidender Bedeutung ist.
Neben dem Hauptverein existieren weitere Organisationen wie der „Wäller Freunde Deutschland e.V.", gegründet 2012 von der Zuchtstätte „Wäller vom Albtrauf". Solche Vereinigungen dienen nicht nur der Koordination, sondern bieten Plattformen für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Einmal jährlich lädt der 1. Wäller-Club Deutschland e.V. seine Mitglieder zum „Wäller-Treffen" ein. Dieses Ereignis, das beispielsweise am Himmelfahrtswochenende in Spaichingen stattfindet, bietet die Gelegenheit, andere Wäller und ihre Familien kennenzulernen. Es ist ein Ort des Zusammenhalts, auch ohne dass die Hunde ausgestellt werden müssen. Zusätzlich zu großen Treffen gibt es kleinere regionale Veranstaltungen, Zuchtzulassungen oder Züchterseminare, die das Verständnis für die Rasse vertiefen.
Die Zusammenarbeit zwischen den Züchtern ist eng. Die Züchter stehen Interessenten als direkte Ansprechpartner zur Verfügung und vermitteln Kontakte zwischen Welpeninteressenten und den Züchtern. Dieser direkte Zugang ermöglicht es, dass zukünftige Besitzer die Welpen und die Zuchtbedingungen persönlich einschätzen können. Die Mitglieder des Vereins erhalten über die „Wäller-Info" regelmäßige Updates und haben Zugriff auf einen geschützten Mitgliederbereich mit umfangreichen Informationen. Diese Struktur sorgt dafür, dass die Zucht nicht isoliert erfolgt, sondern in einem Netzwerk, das Qualität, Gesundheit und Wohlbefinden der Hunde priorisiert.
Die Liste der aktiven Zuchtstätten zeigt die geografische Breite dieser Arbeit. Neben den in Deutschland ansässigen Züchtern sind auch Züchter aus der Schweiz, wie Familie Eichenberger, eingebunden. Diese Vernetzung ist essenziell, um den Genpool groß genug zu halten und Inzucht zu vermeiden. Die Zuchtwarte des Vereins überwacht, dass die Zuchtziele eingehalten werden und dass nur Hunde mit den gewünschten Merkmalen zur Zucht zugelassen werden.
Zuchtziele, Charakteristik und Eignung des Wällers
Das zentrale Zuchtziel der Wällerzüchter ist die Zucht eines „leicht erziehbaren Familienhundes". Dieser Ansatz spiegelt sich in der Beschreibung des Wällers wider: Er ist ein aktiver, beweglicher, ausdauernder und lebhafter Hund. Im Haushalt verhält er sich ruhig und angenehm, sofern er geistig und körperlich ausreichend gefordert wird. Das „Gassigehen" allein reicht nicht aus; der Hund benötigt Aktivitäten, die sein hohes geistiges und körperliches Niveau bedienen.
Ein Wäller zeichnet sich durch ein lernfreudiges Wesen aus, was die Erziehung erleichtert. Er wird alles tun, um zu gefallen, was ihn zu einem idealen Begleiter für Sportarten wie Obedience macht. Ein Beispiel hierfür ist „Iron Man", der im April sein erstes Obedience-Turnier bestritt und fast in die nächste Klasse aufstieg. Die Sensibilität des Wällers macht ihn sehr anhänglich, was ihn für Familien, aber auch für das Training von Sportarten prädestiniert. Fremden gegenüber zeigt er sich manchmal zurückhaltend, jedoch nicht ängstlich, was auf eine stabile Grundveranlagung hindeutet.
Innerhalb der Zucht wird unterschieden zwischen Hunden, die für den Sportsmann geeignet sind, und solchen, die als Spielkameraden für Familien mit Kindern dienen sollen. Erfahrene Züchter können diese Unterschiede bereits im Welpenalter erkennen und entsprechend an die Bedürfnisse der zukünftigen Besitzer anpassen. Dies erfordert eine tiefgehende Kenntnis der Rasse und der individuellen Anlagen der Welpen.
Der Wäller besitzt einen besonderen Charme, der oft als Mischung aus „Landadel, ein bisschen Bohemien und eine Prise Clochard" beschrieben wird. Ursprünglich stammt er als kleiner Abkömmling des Grand Griffon Vendeen, der Ende des letzten Jahrhunderts vom Grafen dÉlve gezüchtet wurde. Im französischen Sprachgebrauch wurden alle rauhaarigen, struppigen Hunde als Griffons bezeichnet. Diese historische Verbindung unterstreicht den edlen Hintergrund der Rasse.
Bekannte Zuchtstätten und ihre Aktivitäten
Die Landschaft der Wällerzucht wird von einer Vielzahl von Zuchtstätten geprägt, die seit Jahren aktiv sind. Jede dieser Stätten hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Ansatz, wobei alle dem Ziel der Erhaltung und Verbesserung der Rasse folgen.
Ein herausragendes Beispiel ist die Zuchtstätte „Wäller vom Albtrauf". Diese Zucht hat ihre Geschichte im Jahr 2005 mit dem Rüden Sam begonnen, der am 22.10.2005 ins Rudel zog. Die Besitzer waren sofort von seinem Wesen begeistert und gründeten daraufhin ihre eigene Zuchtstätte. Das aktuelle Rudel besteht aus Batú, Goya, Simay und Pecco, die die Familie überall begleiten. Die Inhaber dieser Zuchtstätte gründeten 2012 den Verein „Wäller Freunde Deutschland e.V.", um die Zucht weiter zu unterstützen. In ihrer Fotogalerie finden sich viele Bilder von Welpen, eigenen Hunden und Reisen, was den sozialen Aspekt der Zucht unterstreicht.
Die Zuchtstätte „Wäller von den Wolkentauchern" ist seit 2004 im IHR e.V. aktiv. Diese Züchter ernähren sich zunehmend mit einem weitgehend artgerechten Futter, das frei von Chemie und Schlachtabfällen ist und Lebensmittelqualität sowie viel Fleisch bietet. Ein Highlight war der Wurf am 25./26.06.2018, bei dem Hetty 10 wunderschöne Welpen von Diggle zur Welt brachte. Auch hier werden sportliche Erfolge erzielt; Iron Man und Kendra nahmen an Turnieren teil. Die Züchter stehen für einen natürlichen Ansatz in der Aufzucht und Ernährung.
Die Zuchtstätte „Wäller vom Mount Palis" feiert seit dem 05.09.2025 ihre 31-jährige Tätigkeit in der Wäller- und Petit-Zucht. Diese Züchter betreiben auch die Zucht des Petit-Basset-Griffon-Vendéen. Ihr Ansatz beinhaltet die Unterscheidung von Sport- und Familienhunden, wobei die Auswahl des passenden Welpen bereits im Welpenalter erfolgen kann. Die Zuchtstätte ist seit 1994 aktiv und hat eine lange Tradition der Zuchtarbeit.
Die Zuchtstätte „Wäller von der wilden 4" von Annette Augustin und die „Wäller vom Kleinen Preußen" von Angela Kolossa sind weitere Beispiele für aktive Züchter, die Wurfplanungen für die kommenden Jahre (z.B. 2026) durchführen. Auch die „Wäller von den Muschelsuchern" und „Wäller vom Triskele" zählen zu den etablierten Züchtern.
Eine Übersicht über einige der aktiven Zuchtstätten und deren Status zeigt die Breite der Zucht:
| Zuchtstätte | Züchter | Status / Wurfplanung |
|---|---|---|
| Wäller vom Höfeweg | Gabriele Schröder | Wurfmeldung 2026 |
| Wäller vom Kleinen Preußen | Angela Kolossa | Wurfplanung |
| Wäller von den Wolkentauchern | Familie Schneider | Wurfplanung 2026 |
| Wäller vom Millenium Falken | Familie Peters | Wurfplanung Frühjahrs 2026 |
| Wäller zur alten Windmühle | Martina Kockert | Wurfplanung (Darcy und Eddy) |
| Wäller vom Wittgensteinerland | Peggy Strack | Wurfplanung |
| Wäller vom Hof Hommelshecke | Familie Schreiber | Aktive Zucht |
| Wäller von Howitown-Rainbowsurfers | Familie Schulz | Aktive Zucht |
| Wäller vom Berge Horeb | Familie Danner | Aktive Zucht |
| Wäller von der Baar | Heike und Bernd Weinert | Aktive Zucht |
| Wäller von der wilden 4 | Annette Augustin | Wurfplanung 2026 |
| Wäller von der Aarewoog | Familie Eichenberger (Schweiz) | Aktive Zucht |
| Wäller vom Mount Palis | Liane Brunn | Wurfplanung |
| Wäller von den Grünen Gipfeln | Kerstin Tennstaedt | Aktive Zucht |
| Wäller von den Muschelsuchern | Ina Rehfeldt | Wurfplanung (Iltschi und Simply Red) |
| Wäller vom Triskele | Familie Bischoff | Aktive Zucht |
| Wäller vom Borby | Familie Bolls | Aktive Zucht |
| Wäller vom Antik Hörn | Familie Pedersen-Gadow | Aktive Zucht |
| Wäller zum Alten Wasserturm | Familie Edelhagen | Aktive Zucht |
| Wäller von Howitown Rainbowsurfers | Familie Scheerbaum Schulz | Aktive Zucht |
| Wäller vom Höfeweg | Familie Schröder | Aktive Zucht |
Diese Tabelle verdeutlicht, dass die Zuchtstätigkeit kontinuierlich ist und dass viele Züchter bereits Planungen für die nächsten Würfe getroffen haben. Die Vernetzung dieser Zuchtstätten über den Verein sichert, dass die Zucht nicht isoliert, sondern als Gemeinschaftsprojekt stattfindet.
Ernährung, Gesundheitsvorsorge und Aufzucht
Ein zentraler Aspekt der modernen Wällerzucht ist die Ernährung. Die Züchter von den Wolkentauchern betonen die Bedeutung eines weitgehend artgerechten Futters. Dieses Futter ist frei von Chemie und Schlachtabfällen und besteht aus Lebensmitteln hoher Qualität mit einem hohen Fleischanteil. Ein solcher Ansatz sichert die Gesundheit der Welpen und legt den Grundstein für ein langes und gesundes Leben.
Die Gesundheitsvorsorge beim Wäller umfasst die Überwachung durch die Zuchtwarte des 1. Wäller-Club Deutschland e.V. Dieser Verein achtet auf die Einhaltung der Standards, die auf der modernen Populationsgenetik basieren. Dies ist besonders wichtig bei seltenen Rassen, um genetische Krankheiten zu vermeiden und die genetische Vielfalt zu erhalten.
Die Aufzucht des Wällers erfordert, dass der Hund nicht nur physisch, sondern auch geistig gefordert wird. Da der Wäller ein lernfreudiges Wesen hat, ist er leicht zu erziehen. Jedoch ist es notwendig, ihn mit Sportarten wie Obedience oder anderen Aktivitäten zu beschäftigen, um sein hohes Energielevel abzuleiten. Ein Wäller, der nur zum „Gassigehen" genutzt wird, könnte unter Aktivitätsmangel leiden, was zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Die Züchter betonen daher, dass der Hund für Sportarten geeignet ist und dass er im Haushalt ruhig bleibt, wenn er angemessen beschäftigt wird.
Ein wichtiger Punkt ist auch die Sozialisation. Der Wäller ist fremden gegenüber manchmal zurückhaltend, jedoch nicht ängstlich. Eine gute Sozialisation durch den Züchter und später durch den Besitzer ist entscheidend, um eine stabile Grundveranlagung zu gewährleisten. Die Wällerfreunde und der 1. Wäller-Club bieten Seminare und Treffen an, um die Besitzer im Umgang mit der Rasse zu unterstützen.
Die Ernährung und Gesundheit sind auch im Alltag der Zuchtstätten von großer Bedeutung. Die Züchter achten darauf, dass die Welpen mit qualitativ hochwertigem Futter aufwachsen. Dies spiegelt sich in der Praxis wider: Die Wolkentaucher nutzen Futter ohne Schlachtabfälle und Chemikalien. Solche Maßnahmen tragen direkt zur Langlebigkeit und Gesundheit der Hunde bei.
Fazit
Die Wällerzucht in Deutschland ist ein hochspezialisiertes und eng vernetztes Unterfangen, das auf dem Engagement von Züchtern und Vereinen beruht. Der 1. Wäller-Club Deutschland e.V. fungiert als zentrale Instanz, die die Zuchtstandards überwacht und die genetische Gesundheit der Rasse sichert. Die Zusammenarbeit der Zuchtstätten wie „vom Mount Palis", „vom Albtrauf" und „von den Wolkentauchern" zeigt eine langjährige Tradition und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Rasse. Das Ziel der Zucht ist klar definiert: Ein leicht erziehbarer, anhänglicher und ausdauernder Familienhund, der je nach Ausprägung auch für Sportarten geeignet ist.
Durch transparente Information, regelmäßige Treffen und die Nutzung moderner populationsgenetischer Erkenntnisse wird sichergestellt, dass Wäller in optimale Voraussetzungen geraten. Die Züchter stellen sich als Ansprechpartner zur Verfügung und vermitteln die passenden Welpen an die richtigen Besitzer, sei es für den aktiven Sportler oder als Spielkamerad für Familien. Die Ernährung mit hochwertigem Futter und die gezielte Sozialisierung runden das Bild eines verantwortungsbewussten Zuchtansatzes ab.
Für den interessierten Käufer bedeutet dies: Ein Wäller ist keine Allzweck-Rasse, sondern ein spezieller Begleiter, der Pflege, Aufmerksamkeit und gezielte Förderung erfordert. Wer sich für diese Rasse entscheidet, gewinnt einen treuen, aktiven und charakterstarken Hund, dessen Qualität durch das Netzwerk der Züchter und des Vereins abgesichert ist.