Der Havaneser ist mehr als nur ein kleiner Gesellschaftshund; er ist ein lebhafter Begleiter, der durch seine besondere Persönlichkeit und sein seidiges Fell überzeugt. Diese Rasse, die ihre Wurzeln im westlichen Mittelmeerbecken und auf Kuba hat, ist heute weltweit beliebt und im FCI unter der Gruppe 9, Sektion 1 (Bichons und verwandte Rassen) mit der Standardnummer 250 registriert. Die Zuchtstätte „vom Käpflesberg" hat sich einen Namen gemacht, indem sie nicht nur physisch gesunde, sondern auch charakterlich perfekte Exemplare hervorbringt. Hunde wie Wanja, Amy, Eila und Hannibal zeigen in der Praxis, was diese Rasse ausmacht: ein sonniges Gemüt, ein fröhliches Wesen und eine enorme Anpassungsfähigkeit.
Der Havaneser ist ein kleiner, niederläufiger Hund mit einer Körperform, die spezifische Anforderungen an Körpergröße und Gewicht stellt. Die Schulterhöhe bewegt sich zwischen 23 und 28 cm, und das Gewicht liegt im Bereich von 4 bis 8 kg. Diese breite Streuung von Größe und Gewicht wird aus gesundheitlicher Sicht ausdrücklich gewünscht, da sie eine gewisse Vielfalt im Phänotyp ermöglicht, die die Vitalität der Rasse stützt. Ein wesentliches Merkmal ist das Fell: Es muss lang, seidig sein und wenig Unterwolle aufweisen. Dies erfordert einen höheren Pflegeaufwand im Vergleich zu kurzhaarigen Rassen, da das seidige Haar regelmäßige Pflege bedarf, um Verfilzungen vorzubeugen und die Schönheit des Tieres zu erhalten. Die Rute wird hoch getragen und liegt bevorzugt über dem Rücken gerollt.
Die Farbvielfalt ist ein weiteres Kennzeichen. Es gibt Havaneser in vielen Farben, darunter Creme, Beige, Rot, Zobel und auch neu entdeckte Schattierungen wie Chocolate. Diese Farben können einfarbig sein oder mit weißen Abzeichen kombiniert werden. Dieses Farbenspektrum macht die Rasse visuell sehr attraktiv, wobei die Farben oft in der Zucht gezielt gefordert und gefördert werden.
Das charakterliche Profil: Mehr als nur ein Begleithund
Das Wesen des Havanesers ist das, was ihn zu einem einzigartigen Familienmitglied macht. Er wird als lebhaft, fröhlich und aufgeweckt beschrieben. Als ursprünglicher Begleithund, der früher der Liebling der Hofdamen war und später auf dem Bauernhof die Tiere der Familie hütete, hat er eine lange Tradition als treuer Gefährte. Sein Wesen ist gutmütig, fröhlich und frei von Aggressionspotential, was ihn zu einem idealen Begleiter für Familien mit Kindern macht.
Ein besonders beachtenswertes Merkmal ist seine soziale Orientierung. Der Havaneser ist ein Hund, der ungern allein bleibt und dementsprechend immer dabei sein möchte. Er ist für jedes Spiel und jeden Spaß zu begeistern. In der Zucht „vom Käpflesberg" zeigt sich dies besonders deutlich an den einzelnen Hunden. Wanja, eine Hündin, die am 26.02.2006 geboren wurde, entwickelte sich zu einem fröhlichen, verspielten, souveränen und offenen Wesen. Sie kommt aus einem großen Rudel, zu dem auch Berner Sennenhunde gehörten. In diesem gemischten Rudel wurden die Beziehungen schnell geknüpft; es war „Liebe auf den ersten Blick". Besonders die Beziehung zu Frieda (einem Bearded Collie) war von einer besonderen Verbundenheit geprägt.
Havaneser zeichnen sich durch eine hohe Auffassungsgabe aus. Dies zeigt sich am Beispiel von Amy, einem Hund, der seit Mai 2014 bei seiner Familie lebt. Es ist eine Freude mit ihr zu arbeiten, da sie sehr schnell lernt und versteht, was von ihr erwartet wird. Ihre Begeisterung ist so groß, dass man sich ihr kaum entziehen kann. Solche Hunde führen gerne ihre „Kunststückchen" für jeden aus und zeigen dabei eine enorme Lernfreude.
Ein weiterer Aspekt des Charakters ist die therapeutische Wirkung. Der Havaneser kann als „Antidepressivum" bei Menschen eingesetzt werden. Dies bewies Wanja in ihren ersten Einsätzen bei drogenabhängigen Jugendlichen und in Seniorenheimen. Sie bewältigte diese Aufgaben gleich bewundernswert gut. In Seniorenheimen wurde sie der absolute Star. Als selbstbewusste, charmante Persönlichkeit gelang es ihr, jeden für sich einzunehmen. Ihre Fähigkeiten als Therapiehund zeigen, wie tief die soziale Bindung zwischen Mensch und Havaneser sein kann. Auch wenn sie bei der Autofahrt Probleme hatte – sie erbrach sich und verlor viel Wasser –, war sie bei den Kindern der Arbeitsgemeinschaft der Liebling.
Die Zucht „vom Käpflesberg": Ein Zentrum der Exzellenz
Die Zuchtstätte „vom Käpflesberg", gegründet von Hannibal vom Käpflesberg, ist Mitglied im Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V. (VDH). Dies garantiert, dass die Zucht nach strengen Richtlinien des VDH und der FCI (Fédération Cynologique Internationale) erfolgt. Die Zucht befindet sich in Nagold-Pfrondorf und hat sich auf die Zucht gesunder und charakterlich ausgeglichener Havaneser spezialisiert.
Ein zentrales Element der Zucht ist die Auswahl von Tieren, die nicht nur äußerlich den Rassestandard erfüllen, sondern auch ein spezifisches Wesen mitbringen. Beim Besuch des Zwingers wurde bestätigt, dass hier ein äußerlich kleiner Hund gezüchtet wird, in dem ein richtiger großer Hund steckt. Der „richtige Juhuuu-Hund", wie er im Text beschrieben wird, ist ein Hund mit einem sonnigen Gemüt, gutmütigem Wesen und keinerlei Aggressionspotential. Er ist anpassungsfähig und trotzdem ein Charakterhund, mit dem es immer neue und schöne Erlebnisse gibt.
Ein herausragendes Beispiel für das Zuchtergebnis ist Eila vom Käpflesberg. Eila, geboren am 17.05.2015, ist ein bunter Havaneser, der in Nagold geboren wurde und seit August 2015 bei ihrer Familie lebt. Sie wird als „zuckersüße bunte Maus" und „Kuschelmaus" beschrieben. Eila ist die perfekte Verkörperung des Rassecharakters: lieb, liebenswert und immer gut drauf. Sie liebt alle Menschen, egal ob alt oder jung, und kussiert für ihr Leben gern. Ihre Spielhaftigkeit zeigt sich darin, dass sie wild durch die Gegend flitzt und vor Freude Haken schlägt. Wenn sie nicht spielt, ist sie die „Kuschelmaus", die ihren Lieblingsplatz direkt bei Frauchen und Herrchen sucht, am liebsten auf der Couchlehne.
Eila ist nicht nur ein glücklicher Familienhund, sondern auch eine aktive Züchterin. Sie ist die Mutter des A-, B- und C-Wurfes. Nachdem sie ihre Zuchtzeit beendet hat, genießt sie nun ihre wohlverdiente Rente. Ihre Rolle als Oma für die Welpen von Malu zeigt, wie tief verwurzelt das mütterliche und fürsorgliche Wesen in der Zucht ist. Eila macht das Versorgen und Erziehen der Enkel mit einer Begeisterung, die den Beobachtern sofort auffällt.
Die gesundheitliche und zuchtaugliche Bewertung von Eila unterstreicht die Qualität der Zucht. Mit einer Größe von 24 cm und einem Gewicht von 5,6 kg liegt sie im optimalen Bereich. Ihr Fell ist rotzobel mit weiß. Ihre Gesundheit wurde durch verschiedene Untersuchungen sichergestellt: Die Patellastabilität wurde mit 0/0 bewertet (kein Patellaluxation), sie ist frei von erblichen Augenerkrankungen (DOK-Befund) und ein DNA-Profil liegt vor. Sie ist uneingeschränkt zuchttauglich im VK-VDH-FCI und wurde angekört. Zudem hält sie den Titel „Deutscher Jugendchampion VK" und erreichte Platz 10 bei der Wahl zum „Havaneser des Jahres 2016".
Gesundheitsvorsorge und Zuchtkriterien
Die Zucht „vom Käpflesberg" legt großen Wert auf die Gesundheit und das Wesen der Hunde. Die Untersuchungsergebnisse von Eila zeigen, dass in dieser Zucht auf genetische Gesundheit geachtet wird. Dies schließt Untersuchungen auf erbliche Defekte ein, die für die Rasse relevant sind.
Für den Besitzer eines Havanesers ist es wichtig, die spezifischen Gesundheitsaspekte zu kennen. Die Rasse ist im Allgemeinen gesund, aber aufgrund ihrer Struktur und ihres Felltyps gibt es Punkte, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Das langhaarige, seidige Fell benötigt regelmäßige Pflege. Eine vernachlässigte Fellpflege kann zu Verfilzungen führen, die Schmerzen verursachen und die Hautgesundheit beeinträchtigen. Da das Fell wenig Unterwolle aufweist, ist es anfälliger für Verschmutzung, wenn es nicht regelmäßig gebürstet wird.
Ein wichtiger Aspekt ist die Gesundheit des Bewegungsapparates. Die Patellainsuffizienz ist ein bekanntes Problem bei Kleinhunden. Bei Eila wurde dies durch die Patella-Prüfung (0/0) ausgeschlossen. Auch Augenerkrankungen wie Katarakt oder progressive Retina-Atrophie sind in der Zucht zu prüfen. Die Durchführung von DNA-Tests und DOK-Untersuchungen ist in seriösen Zuchten Standard.
Im Folgenden sind die typischen Gesundheitsparameter und Merkmale des Havanesers, wie sie in der Zucht „vom Käpflesberg" vertreten sind, zusammengefasst:
| Merkmal | Beschreibung | Relevanz für Zucht und Haltung |
|---|---|---|
| Größe | 23–28 cm Schulterhöhe | Optimale Größe für Begleithund; breites Spektrum gewünscht. |
| Gewicht | 4–8 kg | Breite Streuung fördert Gesundheit und Vitalität. |
| Felltyp | Lang, seidig, wenig Unterwolle | Erfordert hohen Pflegeaufwand; Neigung zu Verfilzung. |
| Charakter | Fröhlich, sozial, lernfähig | Ideal als Therapiehund und Familienhund. |
| Gesundheitschecks | Patella, Augen, DNA | Sicherstellung der Gesundheit vor Zuchtzulassung. |
| Zuchtzulassung | VK-VDH-FCI | Garantiert Einhaltung der Rassestandards. |
Sozialisierung und Alltag mit dem Havaneser
Die Erfahrungen mit den Hunden der Zucht zeigen, dass der Havaneser ein starkes Sozialverhalten aufweist. Wanja, die in einem großen Rudel mit Berner Sennenhunden und Bearded Collies aufwuchs, lernte schnell, wie man sich in einer Hunde-Gemeinschaft verhält. Die Beziehung zu anderen Tieren war positiv und frei von Aggression. Dies ist ein wichtiger Aspekt der Sozialisation: Der Havaneser muss früh mit anderen Tieren und Menschen in Kontakt kommen, um seine natürliche Freundlichkeit und Anpassungsfähigkeit zu entfalten.
Im Alltag zeigt sich der Havaneser als sehr anpassungsfähig. Er liebt Kinder und spielt sehr gern mit ihnen. Er kann aber auch als „Antidepressivum" bei Erwachsenen eingesetzt werden, wie Wanjas Arbeit in Seniorenheimen und bei Jugendlichen zeigt. Die Fähigkeit, Emotionen zu empfangen und zu trösten, ist ein unverzichtbarer Teil des Rassecharakters.
Ein interessanter Punkt ist die individuelle Vorliebe für bestimmte Situationen. Während Eila alle Menschen liebt und für ihr Leben küssen möchte, hatte Wanja massive Probleme mit dem Autofahren. Trotz unzähliger Versuche konnte dies nicht verbessert werden. Dies zeigt, dass jeder Hund auch individuelle Eigenheiten hat, die nicht zwangsläufig korrigiert werden müssen, wenn das Tier in anderen Bereichen (wie der Therapie) eine hervorragende Leistung erbringt. Die Anpassungsfähigkeit des Havanesers bedeutet nicht, dass er in jedem Lebensbereich perfekt sein muss, sondern dass er sein Wesen in den Bereichen einbringt, die ihm liegen.
Die Aufzucht und Erziehung eines Havaneser-Welpen erfordert Geduld und Verständnis. Da der Havaneser ungern allein bleibt, ist die Gewöhnung an alleinige Momente wichtig, um Trennungsangst vorzubeugen. Die hohen Lernfähigkeiten, wie sie bei Amy und Eila zu sehen sind, ermöglichen es, dass der Hund schnell Kommandos lernt und neue Aufgaben meistert. Die Begeisterung, mit der ein Havaneser „arbeitet", ist ansteckend und macht das Training zu einer Freude für Mensch und Hund.
Fazit
Die Zucht „vom Käpflesberg" steht exemplarisch für das, was einen hervorragenden Havaneser ausmacht: Eine perfekte Verbindung aus gesundheitlicher Integrität, charakterlicher Tiefe und sozialer Kompetenz. Hunde wie Wanja, Amy, Eila und Hannibal zeigen, dass diese Rasse mehr ist als ein rein dekoratives Haustier. Sie sind lebendige Partner, die therapeutische Fähigkeiten besitzen und ein tiefes Bindungsvermögen haben.
Der Havaneser ist ein kleiner Hund mit großer Persönlichkeit. Seine Seidigkeit und sein fröhliches Wesen machen ihn zu einem Liebling in jedem Umfeld. Ob als Familienhund, Therapiehund oder Ausstellungshund – der Havaneser erfüllt alle diese Rollen mit Begeisterung. Die Zucht stellt sicher, dass diese Qualitäten durch strenge Gesundheitsprüfungen und eine sorgfältige Auswahl der Elterntiere erhalten und weitergegeben werden. Für den Besitzer bedeutet dies einen treuen Begleiter, der mit seiner Liebe und seinem Spieltrieb jeden Tag bereichert.
Die Vielfalt der Farben, die Breite der körperlichen Parameter und die tiefgründige Sozialisation machen den Havaneser zu einer Rasse, die in jedem Aspekt überzeugt. Die Erfahrung mit Wanja zeigt auch, dass es nicht darum geht, jeden Mangel zu eliminieren, sondern die Stärken des Hundes hervorzuheben. Ob sie im Auto Probleme hat oder ein absoluter Star in Seniorenheimen ist – der Wert des Hundes liegt in seiner Einzigartigkeit und seiner Fähigkeit, Freude zu spenden.
Insgesamt repräsentiert die Zucht „vom Käpflesberg" einen Goldstandard in der Havaneserzucht, der Gesundheit, Charakter und Zuchtauglichkeit in Einklang bringt.